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Offene Forderungen effizienter beitreiben
Offene Forderungen effizienter beitreiben
Creditreform Unternehmermagazin
Creditreform Magazin, 10.12.2010
Mehr als jedes siebte Unternehmen musste 2009 über ein Prozent seines Jahresumsatzes aufgrund von Forderungsausfällen abschreiben.
Das erscheint zunächst wenig erheblich, kann im Einzelfall aber gravierende Auswirkungen haben. So muss ein typisches mittelständisches Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 2,5 Millionen Euro und einer Umsatzrendite von fünf Prozent mindestens eine halbe Million Mehrumsatz generieren, um den Verlust zu kompensieren.
Angesichts dieser Zahlen gilt es, das Forderungsmanagement so effektiv wie möglich zu gestalten, etwa durch kurze Mahnzyklen. „Einige Firmen mahnen nur alle 30 Tage. Wenn uns eine Rechnung dann nach der dritten Mahnung zum Inkasso eingereicht wird, ist die Forderung schon 120 Tage alt“, so Udo Brückner, Produktmanager Inkasso beim Verband der Vereine Creditreform e. V. Er empfiehlt daher grundsätzlich, alle zehn Tage zu mahnen und nur zwei Mahnungen zu verschicken. „Eine dritte Mahnung wird nicht mehr Ernst
genommen. Nach der zweiten Mahnung sollte die nächste Eskalationsstufe erfolgen“, so der Inkasso-Experte.
Informationsbeschaffung und Prüfung im Vorfeld des gerichtlichen Mahnverfahrens
Eine weitere wichtige Zäsur im Lebenszyklus einer offenen Forderung ist der Übergang von einem erfolglos verlaufenen außergerichtlichen Mahnverfahren zum gerichtlichen Mahnverfahren. Hier gilt es – auch angesichts des inzwischen erreichten Forderungsalters – genau zu prüfen, welche weiteren Schritte betriebswirtschaftlich sinnvoll und vertretbar sind. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine offene Forderung zu realisieren, je mehr Zeit seit der Rechnungsstellung vergangen ist. Gleichzeitig übersteigen die Kosten
des gerichtlichen Mahnverfahrens nicht selten bei Weitem die zu erwartenden Erträge. In dieser Situation schafft die neue Creditreform Vollstreckungsinfo die Informationsgrundlage für eine fundierte Auswahl und Einleitung der erfolgversprechendsten Maßnahmen gegen säumige Unternehmen.

Creditreform Mitgliedern steht die neue Vollstreckungsinfo über die Creditreform Datenbank zur Verfügung. Die Einsatzgebiete der Vollstreckungsinfo sind vielfältig und erstrecken sich von der Vorprüfung von Vollstreckungsmaßnahmen, der Ermittlung der zustellfähigen Anschrift über die Rentabilitätsbeurteilung möglicher Vollstreckungsmaßnahmen und die Identi?kation der gewinnbringendsten Maßnahmen im Beitreibungsverfahren bis hin zur Entscheidung über die Abschreibung oder den Verkauf von Forderungen.
Dazu werden in der Vollstreckungsinfo zunächst alle Informationen strukturiert aufbereitet, die für eine Zwangsvollstreckung gegen ein Unternehmen notwendig sind. Dazu gehören der aktuelle Handelsregistereintrag, die Angabe von Beteiligungsverhältnissen, Gesellschaftern und Vertretungsberechtigten sowie Bankverbindungen. Hinweise auf schuldnerregisterliche Eintragungen der Gesellschafter und Vertretungsberechtigten sowie auf Insolvenzverfahren dienen dann als Informationsgrundlage für die konkrete Maßnahmenbewertung
und die Ermittlung der Beitreibungswahrscheinlichkeit je Schuldnerunternehmen.
Weiterführende Dienstleistungen
Die Auswertung der Vollstreckungsinfo kann zu dem Ergebnis führen, dass sich die Investition in weitere Zwangsvollstreckungsmaßnahmen aus Sicht des Gläubigers nicht lohnt. In diesem Fall kann Creditreform diese Forderungen in das Inkasso übernehmen. Durch den Einsatz automatisierter Prozesse ist Creditreform oft in der Lage, auch diese Forderungen noch zu betriebswirtschaftlich vertretbaren Konditionen zu realisieren.
Vorteile der Vollstreckungsinfo
Steigerung des Beitreibungserfolges durch fundierte Informationsgrundlage
Vermeidung zusätzlicher Kosten bei aussichtslosen Forderungen
Ermöglichung der ganzheitlichen Beurteilung einer Forderung
Beschleunigung interner Arbeits- und Entscheidungsabläufe
Vorteil gegenüber Wettbewerbern in Beitreibungsverfahren bei demselben Schuldner
Effizienter Ressourceneinsatz
Die Vollstreckungsinfo ist Teil einer neuen Auskunftsgeneration, die Creditreform in mehreren Schritten auf den Markt bringt. So stehen den Unternehmen bereits einige neue Auskunftsformate zur Bonitätsbewertung von Unternehmen und verschiedene Bilanzanalysen zur Verfügung.
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